(…) die Quadratur des Kreises: “Geborgenheit, Sicherheit und gute Nachbarschaft”, umgeben von malerischer, vor DDR-Willkür geretteter Gründerzeit-Kulisse, zu der nun auch das Latte-Laptop-Prekariat zählt, lässt sich von ihm für einige paar schlappe Hunderttausender käuflich erwerben! Innerhalb des “neuen Berliner Bürgertums” der “finanziell Angekommenen”, hinter dem Riegel der Gated Community, mag das funktionieren – aber nicht in Bezug auf die Gemeinschaft jener Nachbarn, die sich in AIM, der Anliegerinitiative Marthashof, organisiert haben und die die neuen Mauern, die ihnen das Sonnenlicht stehlen werden und das Grün schon geraubt haben, seit zwei Jahren im Raum der Öffentlichkeit bekämpfen.
Leider scheint der Autor gezwungen worden zu sein, mindestens zehn Buzzwords zu verwenden, damit der Artikel so hip ist, dass er auch auf Spiegel Online oder in der Neon erscheinen könnte, aber stellenweise ganz gut und lesenswert. (Und das von jemandem, der wohl zum “Latte-Laptop-Prekariat” gezählt werden kann.)
PERMALINK Jan 7, 2010 · 07:52 (7 months ago)